Mediterrane Küche schlägt fettarme Kost

In einer großen prospektiven Studie zur Primärprävention mit 7477 Teilnehmern (mit vorhandenem  Typ-2 Diabetes oder 3 Risikofaktoren: Bluthochdruck, Dyslipidämie, Rauchen, Fettleibigkeit) wurde die Wirkung der mediterranen Kost untersucht. Die Teilnehmer wurden in 3 Gruppen randomisiert. Die Kontrollgruppe erhielt eine Unterweisung in fettarmer Ernährung. Die anderen beiden Gruppen sollten nach entsprechender Ernährungsberatung regelmäßig „Mittelmeer“-Kost (viel Obst, Gemüse, Fisch, moderater Weinkonsum, wenig rotes Fleisch und Wurstwaren) konsumieren. Der Unterschied in den beiden Gruppen lag darin, dass eine Gruppe viel natives Olivenöl nutzen sollte und die Andere animiert wurde viel Nüsse zu essen. Ratschläge zur Kalorienreduktion oder körperlichen Aktivität wurden nicht gegeben. Nach einem Beobachtungszeitraum von 5 Jahren wurden 288 kardiovaskuläre Ereignisse gezählt. 83 in der Nuss-Gruppe, 96 in der Olivenöl-Gruppe und 109 in der Kontroll-Gruppe.

Fazit: Eine mediterrane Ernährung ergänzt durch natives Olivenöl oder Nüsse senkt die Inzidenz von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Quelle: Estruch R et al. Primary prevention of cardiovascular disease with a Mediterranean diet. N Engl J Med. 2014 Feb 27;370(9):886. DOI:10.1056/NEJMoa1200303