Grünes Blattgemüse gegen grünen Star

Nitrate und Nitrite haben als Vorläufersubstanz des Stickstoffmonooxids (NO) einen günstigen Effekt auf den Blutkreislauf. Wissenschaftler haben anhand von 2 Langzeitstudien untersucht, ob eine erhöhte Nitrataufnahme mit der Nahrung die Inzidenz des primären Offenwinkelglaukoms verringert. Probanden mit einer hohen Nitrataufnahme (ca. 240mg/Tag) zeigten im Vergleich zu denen mit dem geringsten (ca. 80mg/Tag) ein um 21% geringeres Risiko, am primären Offenwinkelglaukom zu erkranken. Für einen Subtyp des Glaukoms, der mit einer gestörten Autoregulation der Durchblutung einhergeht und frühzeitige Einschränkungen im parazentralen Gesichtsfeld aufweist, sank das Risiko um 44%. In der 2. Studie an Patienten mit unbehandelter Hypercholesterinämie tranken die Teilnehmer täglich 250ml nitratreichen Rote-Beete-Saft oder ein Placebo. Unter der Nitratzufuhr verbesserte sich die vaskuläre Funktion der Patienten. Außerdem konnten Veränderungen im oralen Mikrobiom festgestellt werden. Dort gediehen vermehrt Spezies, die alimentär aufgenommenes Nitrat in Nitrit umwandeln, welches im Körper in vasoprotektives NO umgewandelt wird.

Fazit: Nitrate im grünen Blattgemüse wirken gefäßprotektiv, dies kommt der okulären Durchblutung zugute und verhindert den Druckanstieg im Auge.

Quellen:   1.  Jae H Kang et al., JAMA Ophthalmol. 2016;134(3):294-303. DOI:10.1001/jamaophthalmol.2015.5601

  1. Shanti Velmurugan et al., Am J Clin Nutr 2016; 103:25-38